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HEA-Formblatt - Kurzverfahren zur Berechnung des Norm-Gebäudewärmebedarfs

Allgemeines

Das in der DIN 4701 “Regeln zur Berechnung des Wärmebedarfs von Gebäuden” vorgestellte Verfahren ist aufgrund der Vielzahl der zu berücksichtigenden Parameter sehr exakt und liefert genaue Vorgaben zur Dimensionierung von Heizungsanlagen.

Das Kurzverfahren dient der überschlägigen Ermittlung der maximal erforderlichen Heizleistung für Zentralheizungen in bestehenden Gebäuden, wenn die für Berechnung nach DIN 4701 notwendigen Faktoren nicht in der erforderlichen Genauigkeit ermittelt werden können.

Es ist nicht geeignet für gut wärmegedämmte Gebäude neuerer Bauart. Der Einfluss der Gebäude-Bauart ist in diesem Verfahren nicht berücksichtigt. Das Verfahren ist für normale lichte Raumhöhen von 2,5 m anzuwenden.

Erläuterung zur Anwendung des Formblattes
(In den Zeilen 1 bis 10 muss je ein Feld ausgewählt werden)
Zeile 3, Lage des Gebäudes: Frei gilt für Häuser auf Inseln, unmittelbar vor der Küste, an großen Binnenseen, auf Berggipfeln und in freien Kammlagen. Normal gilt für Häuser in dicht besiedelten Gebieten (Stadtkerne) und in Gebieten mit aufgelockerter Bebauung.
Zeile 4, Windlage des Gebäudes:
Ortsbezogene Angaben nach DIN 4701/83 Teil 2 Tabelle 1


Mittlere Windgeschwindigkeiten
Windschwach normale Lage 2 m/s

freie Lage 4 m/s
Windstark normale Lage 4 m/s

freie Lage 6 m/s
Zeile 5, Etagen:

Art der Geschossaufteilung des Gebäudes, beheizbarer Teil
des Hauses

Zeile 6: Außenfenster

Doppelt verglast bedeutet: die Scheiben sind nicht unlösbar miteinander
verbunden. Isolierverglast bedeutet: die Scheiben sind unlösbar miteinander
verbunden.

Zeile 7, verglaste Fläche:

Es werden prozentual alle Fensterflächen im Vergleich zur gesamten Außenwandfläche
berücksichtigt: Beispiel:
Außenwandflächen inkl. Fenster = 170 m 2 Fensterfläche
= 30 m 2 (30 / 170) x 100 % = 17,6 % (mittel)

Zeile 8: Innentemperatur

Mittelwert der Temperaturen aller beheizbarer Räume entsprechend ihres
Flächenanteils. Bei Wohnungen i.d.R 20 °C

Zeile 9, tiefste Außentemperatur:

ortsbezogene Angaben nach DIN 4701/83 Teil 2 Tabelle 1, jeweils
nächstliegenden Wert ankreuzen:
-10 °C bis - 18 ° C
z.B. Mainz: -10 °C; Fulda -14°C; Nürnberg -16 °C;

Zeile 10:

ungedämmt:
momolithische Bauweise ohne zusätzliche Wärmedämmung, Fenster
mit Einfachverglasung
mittlerer k-Wert größer als 1,0 W/m2K teilgedämmt:
konventionelle Bauweise, geringe Wärmedämmung, Fenster isolierverglast
mittlerer k-Wert 0,7 - 1,0 W/m2K gedämmt:
mittlerer k-Wert kleiner als 0,6 W/m2K. Bei
bekanntem k-Wert ist dieser der Beurteilung zugrunde zulegen.

Zeile 11: Beheizte Wohnfläche des Gebäudes
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